Wenn die Spitzen der SVP nicht gerade damit beschäftigt sind, heikle Inserateskizzen zu kommentieren oder neue Volksinitiativen zu Bürgerrecht, Asyl etc. zu redigieren, repetieren sie die Forderung, mit der sie seit langem und erfolgreich die andern Gruppierungen unter Druck setzen. «Für uns ist klar und bleibt klar, dass die SVP einen zweiten Sitz im Bundesrat mit Recht beansprucht», zitiert Parteipräsident und Nationalrat Ueli Maurer (ZH) sich selbst. Das aber ist kein Wahlkampf, nur noch Ritual. Denn als Prinzip ist eine SVP-Doppelvertretung breit akzeptiert. Selbst Bundespräsident Pascal Couchepin (FDP) oder SP-Präsidentin Christiane Brunner anerkennen dieses Postulat inzwischen ...