Herr Meiwes, wie denken Sie jetzt über Ihre Tat?Dass es passiert ist, ist unbegreiflich. Es wird sich auch nie wiederholen. Doch für meinen Freund war es die Erfüllung eines grossen Wunsches. Er wollte über das Ende seines Lebens selbst bestimmen.
War es Mord?Für mich war es kein Mord. Das macht man nur gegen den Willen des Opfers. Er hat mich als Werkzeug benutzt, wenn man will, habe ich Sterbehilfe geleistet.
Geht das so einfach?Ob diese Gedanken richtig sind, kann ich nicht sagen. Es bewegt mich auch, wie Gott das zulassen kann. Er hat nichts dagegen getan. Mein Freund hat das Sterben, den Tod genossen. Ich habe nur entsetzt auf das Ende gewartet. Es hat so furchtbar lange gedauert. ...