Vor noch nicht allzu langer Zeit schien es, als hätte der Fussballgott seine Existenz endgültig gegen eine Wand aus Fress- und Kokainsucht, aus Depression und exaltiertem Wahnsinn gefahren: 125 Kilo schwer wurde Diego Maradona im April 2004 ins Krankenhaus eingeliefert, mit flatterndem Herzen, hohem Blutdruck und entzündeter Lunge. Er musste beatmet werden und rang, in künstlichem Koma, um sein Leben.
Und nun dies: das Fernsehstudio mit Lateinamerikas grösstem Riesenbildschirm. Kunstnebel, fünf Studiosekretärinnen, jede Menge tänzelnder Girls im Bikini. Eine Anlage, um Tennisfussball zu spielen. Und ein dank Magenband um vierzig Kilo schlankerer Maradona, der seine wiedergewonnene k ...