Es ist origineller, an Karfreitag den Kreuzestod zu bestreiten als an Ostern die Auferstehung. Den Originalitätspreis hat Johannes Fried mit seinem Beitrag «Jesus ist nicht am Kreuz gestorben» in der österlichen Weltwoche (Nr. 14/23) auf sicher. Es gibt ein einziges Argument gegen den Tod und die Auferstehung Jesu, und zwar kein historisches, sondern ein weltanschauliches: Tote können nicht auferstehen. Die weltanschauliche Voraussetzung dieses Arguments: Es gibt keinen Gott, der Macht über Leben und Tod hat. Für die Ereignisse rund um den Tod Jesu von Nazareth und die Entstehung der christlichen Urgemeinde braucht es dann eine andere Erklärung.
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