Herr Nooteboom, Ihr Kollege, der Schriftsteller Harry Mulisch, hat geweint, als er vom Tod Pim Fortuyns erfuhr. Sie auch?Nein, geweint habe ich nicht. Aber ich fand es sehr traurig, dass dieser Mensch sterben musste. Er hatte etwas Einzigartiges, und er brachte unglaubliche Lebendigkeit in unsere Politik. Wir hätten nur zu gerne gesehen, wie Königin Beatrix den bekennenden Homosexuellen, den extravaganten, glatzköpfigen Lebemann Pim Fortuyn zu Beratungen über die neue Regierung empfängt. Das wäre eine interessante Diskussion geworden. Jetzt ist alles vorbei. Das Theater der Politik hat einen Verlust erlitten.
Und deshalb weinen Tausende von Menschen an seinem Grab? Die Niederländer si ...