Es ist ein Bild, das unwiderrufbar mit Thomas Hirschhorn verbunden ist: Ein Mann auf allen vieren kriecht zu einem am Boden stehenden Bild Christoph Blochers und hebt da sein Bein. Diese Szene aus einem Theaterstück, das Teil von Hirschhorns Ausstellung «Swiss-Swiss Democracy» im Pariser Centre culturel suisse (CCS) war, sorgte für den wohl grössten Skandal der Schweizer Kunstgeschichte: Tagelang war diese Szene Thema Nummer eins in den hiesigen Boulevardmedien, das Parlament beschäftigte sich mit der Kunstaktion – obschon natürlich kaum ein Parlamentarier die Ausstellung gesehen hatte. Zur Strafe kürzten die Politiker schliesslich der Kulturst ...