Maliziöser geht es nicht: Der von Ankara unterstützte TV-Sender TRT zeigt in diesen Tagen eine Karte mit Fluchtrouten aus der Türkei nach Europa. Auf Arabisch werden die Flüchtlinge aufgefordert, in Europa den Wohlstand zu realisieren, auf den sie seit Jahren vergeblich warten. Auf der Karte sind verheissungsvoll klingende Destinationen eingetragen, vor allem Berlin, aber auch Paris. Eifrig wirbt Präsident Recep Tayyip Erdogan in Interviews für die Ausreise, indem er auf die bisherigen «Erfolgszahlen» verweist. Bereits hätten 117 677 Migranten die Türkei verlassen, über die griechische Grenze, in Richtung Deutschland.
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