Es war ein ungewöhnlich milder Novemberabend. Tausende Wiener wollten am Vorabend des zweiten Corona-Lockdowns noch einmal ausgehen, die Innenstadt war sehr belebt. Der zwanzigjährige Kujtim F. nutzte die Gelegenheit: Mit einer Langwaffe, sehr viel Munition und einer Sprengstoffgürtel-Attrappe ausgerüstet, zog er durch die Innenstadt und tötete auf seinem Weg, der am Sitz der jüdischen Kultusgemeinde in der Seitenstettengasse begann, vier Zivilisten. Zweiundzwanzig Menschen, darunter ein Polizist, wurden teils schwer verletzt. Er selbst wurde, kaum zehn Minuten nachdem der erste Notruf eingegangen war, von der Polizei erschossen.
...