Mit sechzig Jahren und fünf Monaten blickt Eric Clapton («I Shot the Sheriff», «Layla»), die «Slowhand» der Rockgitarre, abgeklärt drogenfrei auf seine sieben, acht, neun, zehn Leben zurück. Er tut es musikalisch, mit dem Erinnerungsalbum «Back Home», legt aber auch Bekenntnisse ab. Ihm gehen Missionare wie Bono von U2, Bob Geldof oder Sting mit ihrer Weltrettungs-Attitüde gewaltig auf die Nerven. «Sie predigen den Politikern», stellt Clapton fest, «aber woher nehmen sie ihre Autorität? Sie sind Musiker. Ich habe Angst vor Musikern, die sich auf diese Art zur Schau stellen. Ich könnte mich nie so exponieren wie Bono. Ich fühle mich nicht gut in Gesellschaft der Mächtigen. ...