Es begann 1898 mit einer Dreissig-Sekunden-Schlägerei («Cripple Creek Barroom») und entwickelte sich zum «amerikanischen Film par excellence» (André Bazin). Allen Hollywood-Krisen zum Trotz ergötzte sich jahrzehntelang ein klassenloses, internationales Millionenpublikum an dem trivialen Genre Western. Blei, Blut und Tränen; die Grundthemen waren Rachegeschichten, Outlaw-Schicksale, Siedlerelend, Eisenbahnbaustorys, garniert mit gefährlichen Indianern und bad guys. Das unwandelbare Handlungsschema lief immer auf den Showdown hinaus «wie die katholische Messe auf die Wandlung» (Peter Kubelka).
Die Stummfilmwestern, für ein einfaches Publikum rasch runtergekurbelt, waren allerdings ...