Am 5. November 1973, mitten in Hamburgs trübem, düsterem Herbst, fand in einer Prachtvilla an der Elbhöhe (mit Blick über die majestätische Elbe auf die Werften am anderen Ufer) ein überbordendes, nachthelles Fest statt: Rudolf Augstein feierte so seinen fünfzigsten Geburtstag. Abgeschirmt von Sicherheitspolizisten und hinter verdunkelten Fenstern sassen Politiker, die Minister Genscher und Maihöfer, im Licht tummelte sich die Creme der deutschen Gesellschaften, Literaten wie Peter Handke, Peter Rühmkorf, Filmschaffende wie Fassbinder, Schlöndorff, Wicki oder Hark Bohm, der Rechtsanwalt Otto Schily, die Gräfin Marion Dönhoff, der Verleger Bucerius, Alice Schwarzer, viele, viele F ...