«Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt.» Typisch Wilhelm Busch. Der geniale Humormoralist hatte keine Ahnung vom Ethikboom unserer Tage. Diffuse Zeiten hatte er jedoch auch erlebt, deshalb wusste er, wie die Moral auf diese reagiert: als Verhinderungsmoral, als Mahnfinger, als Bremsinstanz. Kann vor lauter Optionen keiner sagen, was gut ist, weiss umso entschiedener jede und jeder, was übel ist. Das gilt – grosso modo – auch für Ethikkommissionen, gegenwärtig die einzige Wachstumsbranche neben der Altersbetreuung. Tausende Ethikräte gibt es weltweit und weit über hundert alleine in der Schweiz. Sie alle kümmern sich um das Böse, das man besser lä ...