Wann gab es das zuletzt: ein deutscher Autor, der unisono Lobeshymnen einfährt? Ernst-Wilhelm Händlers Roman «Wenn wir sterben» wird gar mit William Gaddis’ «JR» von 1975 verglichen. So wie ein Konzern seine Konkurrenten schluckt, verleibt sich der Schriftsteller die Stile ihm besonders nahe stehender Kollegen virtuos ein. Ein geglücktes literarisches Joint Venture. Dennoch ist es kein Roman nur für Literatur-Insider. Händler gelingt ein reichhaltiger Sittenspiegel der gegenwärtigen Wirtschaftswelt. Im Mittelpunkt der Materialismusschlacht vier Managerinnen. Sie weiten so ziemlich jede Kampfzone aus. Und wie im richtigen Leben scheinen sie umso erfolgreicher, je skrupelloser und ...