Dreissig Jahre nach dem Tod von Mohammed kommt es zur grossen Spaltung unter den Gläubigen. Für einen Teil der Muslime ist Ali, der Vetter des Propheten, der einzig rechtmässige Nachfolger. Nach seiner Ermordung 661 spalten sich die Anhänger von Ali, die Schiiten, wie sie genannt werden, von der Mehrheit, den Sunniten, ab.
Trotz dieser internen Auseinandersetzungen verbreitet sich die neue Religion unaufhaltsam um die halbe Welt, durch Überzeugungskraft, durch arabische Kaufleute, durch Eroberungen: 635 nehmen die Gotteskrieger Damaskus ein, 638 Jerusalem, 642 Ägypten. Dann werden der Irak, Afghanistan und von dort aus weite Teile Zentralasiens dem jungen Reich einverleibt. An dessen W ...