Samstagmittag, «Russian Tea Room», New York. Wir sind nur zwei Schritte entfernt von der Carnegie Hall, dem legendärsten Konzertsaal der Welt. Am Abend zuvor hat dort das Lucerne Festival Orchestra triumphiert. Der Intendant könnte die Champagnerkorken knallen lassen. Doch nur zaghaft probiert Michael Haefliger, Jahrgang 1961, den vom befrackten Kellner empfohlenen Riesling und schiebt ihn dann mit der Frage, ob der Wein recht sei, dem Journalisten zu.
Wenn er beim Lucerne Festival allabendlich mit übereinandergeschlagenen Beinen in Reihe 17 auf Platz 22 sitzt, zeigt er ebenso wenig Regung wie beim Riesling-Genuss. Wie anders der Zürcher Impresario Alexander Pereira! Will der Österre ...