Weltwoche: In Ihrem Buch kritisieren Sie die moderne «Erzieherindustrie», die sich in Familien breit mache. Wie muss der Buchtitel «Die Elternparanoia» verstanden werden?Frank Furedi: Mein Buch handelt von einer Kultur, die Eltern dazu zwingt, ständig überzureagieren und ihr eigenes Leben nur noch am vermeintlichen Wohl ihrer Sprösslinge auszutarieren. Ein wesentlicher Aspekt dieser Kultur ist die Sorge, die eigenen Kinder seien permanent in Gefahr. Im Schatten dieser Ängste ist eine ganze Armee von Experten herangewachsen, deren Aufgabe es zu sein scheint, Eltern schlaflose Nächte zu bescheren. Ständig erinnern sie uns daran, wie hilf- und wehrlos Kinder sind. Dabei sollten wir un ...