Nennt sich eine Gruppe Kyoto, präsentiert sie ihre erste CD mit einem Cover, auf dem eine historische Aufnahme des Fudschijamas abglichtet ist, enthält das Booklet zudem üppig aufgemachtes historisches Fotomaterial zu Japan und kaum Explizites zu Musik und Biografie der Beteiligten, so liegt die Vermutung nah: Hier handelt es sich um einen weiteren Versuch weltmusikalischer Einbürgerung (freundlich) oder um einen weiteren ethno-exotischen Beutezug (unfreundlich gesagt), um eine «Japonoiserie», die ja in der europäischen Musik eine lange Tradition hat, von «Lady Butterfly» bis zu Gilbert & Sullivans «Mikado».
Warum auch nicht, könnte einer argumentieren, eine gerechtfertigte R ...