Er war eine der schillerndsten Figuren an der ETH Zürich. Das zeigt sich schon daran, dass Paul K. Feyerabend neben seiner hiesigen Professur (für Philosophiegeschichte) auch noch eine in Berkeley innehatte. Dabei sah er eher aus wie ein Penner als wie ein weltberühmter Intellektueller. Meist trug er ein altes T-Shirt, manchmal noch mit Zahnpastaresten, und seine Frisur war so anarchisch wie seine Gedankenwege. Eine seiner Lieblingsanekdoten war, wie er, ohne es zu merken, auf einen Spiegel zuging und dachte: Was für ein verkommenes Subjekt kommt mir denn da entgegen? Man konnte es ihm nachfühlen. Er charakterisierte sich selbst als «respektlosen Dilettanten auf vielen Gebieten, dem es ...