«Es geht um die Ehre der Schweiz»
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«Es geht um die Ehre der Schweiz»
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«Es geht um die Ehre der Schweiz»

Serge Klarsfeld hat den Holocaust knapp überlebt und brachte mehrere Naziverbrecher ins Gefängnis. Die Schweiz werde zu unrecht für ihre Flüchtlingspolitik im Zweiten Weltkrieg verurteilt, die Zahlen im Bergier-Bericht seien völlig falsch, sagt er.
Der Hund bellt, Serge Klarsfeld öffnet die Tür seines Büros im 8. Arrondissement, einer gehobeneren Gegend im Zentrum von Paris. Der kleine Mann mit grauem Kraushaar begrüsst den Gast aus der Schweiz freundlich, führt ihn an Aktenbergen vorbei zu seinem Schreibtisch. Serge Klarsfeld, 78, ausgezeichnet mit den höchsten Ehren Frankreichs und persönlich bekannt mit allen Staatspräsidenten seit Jacques Chirac («Mit den vorangehenden lag ich noch im Streit»), gehört zu den wichtigsten moralischen Instanzen seines Landes. Er hat mit seiner Frau Beate Klarsfeld die Geschichten aller 76 000 aus Frankreich deportierten Juden rekonstruiert und Naziverbrecher wie Kurt Lischka oder Klaus ...
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