Der Tatort liegt in einem lottrigen Schopf in Niederried, einem Ghütt ohne Fenster und Licht, zwischen dem schroff ansteigenden Brienzergrat und dem glitzernden Brienzersee, auf welchem grüngraue Wellenleiber wandern und treiben, sich klatschend aufbäumen, um in unerwartete Richtungen auseinanderzuschiessen.
Von der theatralischen Naturkulisse haben die Opfer in ihrem finalen Lebensabschnitt nichts mehr mitbekommen, sie waren eingesperrt im stockfinsteren Schopf. Irgendwann im letzten Herbst muss hier die Tür ins Schloss gefallen sein und ward nie mehr geöffnet, bis vor kurzem ein Wanderer vorbeikam, angelockt durch einen beissenden Geruch, der ihm in die Nase stach.
«Ich musste erst ...