Alle Menschen sind eigen. Bloss bleibt das Eigene meist verschämt, versteckt, verkorkst, verlegt und verloren. Einigen Humanoiden gelingt es immerhin, ihre Eigenheit zum Funkeln zu bringen und den Rest der Welt damit zu foppen, dass doch jeder könnte, wenn er nur wollte. Sich exponieren, ohne dass es die meisten andern tun, ist eine heikle Rolle. Es braucht Mut, Sendungsbewusstsein, Geständnisfreude sowie eine Übersetzungshilfe: eine vorgeschnallte Gitarre, ein geduldiges Textprogramm, einen riskant geschwungenen Malerpinsel.
«In the Maybe World», Lisa Germanos neues Album, beginnt mit einem falschen Akkord auf einem verstimmten Klavier, der fast zwanzig Sekunden ausklingt, wobei dump ...