Kürzlich war ich an einer kleinen Party und kam mit einem Paar ins Gespräch, der Mann war ein Schweizer etwa Mitte vierzig, die Frau eine Kamerunerin in den Zwanzigern – es ging ums Heiraten. Die Frau wollte möglichst bald eine Familie gründen. Der Mann sagte, er fühle sich noch nicht reif für diesen Schritt. Er habe überhaupt kein Erspartes, und dann wolle er vielleicht auch noch eine Ausbildung machen. Zudem sei er in seinem Leben noch kaum über Europa hinausgekommen. Kinder könne er sich frühestens in zehn Jahren vorstellen.
Die Kamerunerin verdrehte derweilen die Augen.
Der Mann ist ja kein Einzelfall. Eher müsste man sich fragen: Was ist das für eine Gesellschaft, wo man ...