Das Interview findet in Jonathan Safran Foers Haus in Brooklyn statt. Der 39-Jährige tappt in den Socken voraus, was nicht ganz zur grossbürgerlichen Atmosphäre des Salons passt, in den er hineinführt. Seine beiden Söhne hat er eben mit der Babysitterin zum Friseur geschickt. Er setzt sich in einen der Vintage-Designersessel vors massgeschreinerte Bücherregal. Darin liegt ein Band des amerikanischen Künstlers R. B. Kitaj, der bei einem Porträt des Schriftstellers Philip Roth aufgeschlagen ist. Dem grossen Vorbild entsprechend, gibt sich Foer getragen und weihevoll, als müsse er das Image des naiven Wunderkindes ein für alle mal loswerden, das ihm seit seinem Erfolgsdebüt «Alles ...