Supermoderne Rechenmaschinen sind seine Sache nicht. Er liebt es, noch ganz altmodisch, mit dem Zeichenstift seine Mythen zum Laufen zu bringen – und ist vielleicht gerade deshalb ein echter Avantgardist der Traumdienstleister: der Japaner Hayao Miyazaki (64).
2002 erhielt Miyazaki für sein Traumgespinst «Chihiros Reise ins Zauberland» sogar den Goldenen Bären der Berlinale und dann ein Jahr später einen Oscar noch dazu. John Lasseter, Gipfelstürmer der neuen Computer-Trickfilme («Finding Nemo»), gehört zu seinen Bewunderern, doch umgekehrt findet das «grösste Zeichentrickgenie seit Walt Disney» den Pixel-Crack nicht sonderlich beeindruckend. Die quirligen US-Rasanz-Kreationen, ...