«No stress», mahnt die Schnecke auf den Plakätchen, die im düsteren Bürogang hängen. «Machen Sie mal Pause. Tanken Sie frische Luft. Greifen Sie in die Obstschale, damit Ihnen der Saft nicht ausgeht.» Eigentlich soll das Human Resources Management der Stadt Zürich deren 24000 Angestellte beim Arbeiten unterstützen. Will es stattdessen die Werktätigen vom Arbeiten abhalten?
Es muss, denn vor einem Jahr schlug die städtische Pensionskasse Alarm. 1994 bezahlte die Kasse noch 973 Versicherten eine Invalidenrente, zehn Jahre später schon 1890. Und auch die Zahl der neuen Fälle pro Jahr – jeder kostet die Kasse rund eine Million – verdoppelte sich in diesem Jahrzehnt auf 273: Jed ...