Ist die Jugend tatsächlich das verlorene Paradies, als das wir sie gerne sehen, wenn wir uns als Erwachsene daran erinnern, milde und versöhnlich gestimmt durch die Distanz? Ist sie nicht auch eine Art Vorhölle, durch die wir, zwischen zwei Lebensaltern stehend, getrieben werden?
Der 51-jährige Schriftsteller Ralf Rothmann weiss um Glück und Schrecken der Adoleszenz, wie schon seine früheren Romane «Stier», «Flieh, mein Freund!» und «Milch und Kohle» eindrücklich bewiesen. Mit «Junges Licht» fügt er seiner fortlaufenden Chronik bundesdeutscher Kindheitsentwürfe nicht nur ein weiteres Kapitel hinzu, mit «Junges Licht» hat er meiner Meinung nach auch den besten deutschsprach ...