Für Polizei, Gerichte und Medien ist es ein neues Phänomen: Jugendbanden, die in Schweizer Städten und Dörfern Einbrüche verüben, Passanten ausrauben und sie brutal verprügeln. Im Juli fasste die Kantonspolizei Zürich elf minderjährige Jugendliche, fast ausschliesslich mit Migrationshintergrund, die während Monaten in wechselnder Zusammensetzung kriminell aktiv waren. Einer davon ist L. G. aus einer Zürcher Vorortsgemeinde. Er wurde vor zwei Wochen aus dem Gefängnis entlassen. Meine telefonische Interviewanfrage beantwortet er gereizt: «Euch Scheisszeitungen sage ich sicher nichts!» Ich mache ihm klar, dass er sich und seine Taten hier ausführlich erklären könne. Je lauter u ...