Die meisten Topmanager geben sich sehr selbstbewusst, das gehört zum Geschäft. Bei vielen spürt man aber unter der glatten Oberfläche Zweifel an der eigenen Unfehlbarkeit. Nicht so bei Sergio Marchionne, 54. Der Italiener, der von der Schweiz aus zum Sprung an die Weltspitze ansetzte, ist bis in die Spitzen seiner Haarlocken von sich überzeugt.
Seit anderthalb Jahren leitet Marchionne die Geschicke des italienischen Automobilherstellers Fiat, eines Ungetüms von Unternehmen mit 160000 Angestellten. Die Fabbrica Italiana Automobili Torino erwirtschaftet fünf Prozent der Wirtschaftsleistung des ganzen Landes. Fiat, das ist Italiens Chance und gleichzeitig Risiko, das macht ihren Chef zum ...