Dass männliche und weibliche Gehirne nicht identisch sind, ist längst bekannt. Doch nun kommt die junge Forscherin Elena Brivio zum Schluss, dass die Unterschiede viel grösser sind, «als bisher angenommen wurde». Brivio ist eine Spezialistin auf dem Gebiet der Geschlechtsunterschiede bei Stress. Im Labor konnte sie anhand von Versuchen zeigen, dass die Gehirnzellen von männlichen und weiblichen Mäusen unterschiedlich auf Stress reagieren. Vorerst sei das zwar bei Menschen nicht nachgewiesen worden, schränkt die Neurobiologin ein. «Aber die Konsequenzen sind bereits klar», ist die dreissigjährige Italienerin überzeugt.
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