Den Nachruhm fördert nichts so nachhaltig wie ein früher Tod. Allenfalls das Gegenteil: dass einer zu Lebzeiten zur Legende wird, so dass er für die Nachgeborenen unmerkbar aus dem realen Leben in die Erinnerung gleitet. Für Larry Young, den vielleicht bedeutendsten Organisten des Jazz (mit Orgel ist in diesem Fach nicht das Kircheninstrument gemeint, sondern die vergleichsweise triviale Hammond B3), geboren in Newark 1940, gestorben 1978, gilt weder das eine noch das andere. Das mag der Grund dafür sein, dass noch heute nur eine relativ kleine Insider-Gruppe weiss, auf welch aufregende Weise er den in der traditionellen Spielweise eher vulgären elektronischen Power-Kasten revolution ...