Frau Millet, in Ihrem ersten Buch, «La vie sexuelle de Catherine M.», entblössen Sie Ihren Körper und Ihre Sexualität, im zweiten, «Jour de souffrance», Ihre obsessive Eifersucht. Welches ist radikaler?
Bei der Eifersucht konzentriere ich mich auf das Verhalten. Das fördert intimere Details zutage, als wenn ich beschreibe, wie ich mich von drei Lastwagenfahrern flachlegen lasse. Im Hinblick auf das, was man nicht öffentlich macht, geht mein zweites Buch weiter als das erste.
Nach der Lektüre von «Jour de souffrance» könnte der Eindruck entstehen: Die Frau hat ja ein Herz.
Sie spielen auf meine als klinisch kalt bezeichneten Sexbekenntnisse an. Aber die Unterstellung, dass e ...