Geisterfahrer folgen am besten einem Dreistufenplan: Vollbremsung, Ausfahrt, Umkehr. Was für Autobahnen gut ist, kann für die Atompolitik nicht falsch sein.
Die deutsche Energiewende wurde am 16. Februar 2002 geboren. Damals organisierte Umweltminister Jürgen Trittin die Fachtagung «Energiewende – Atomausstieg und Klimaschutz». Schon der Titel verdeutlicht, dass das Projekt seit Anbeginn einen kardinalen Denkfehler enthielt – den Verzicht auf CO2-freie Kernenergie. Zwanzig Jahre lang regte sich kein Widerspruch aus der Wissenschaft.
Im Gegenteil: Eine vom Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner, geleitete Ethikkommission emp ...