Spontan antwortet Joseph Itskovitz-Eldor auf die Frage, was er von der europäischen Diskussion über die Nutzung embryonaler Stammzellen hält: «Sie ist lächerlich.» Der Gynäkologe vom Rambam Medical Center in Haifa war vor vier Jahren einer der Ersten, die zu Forschungszwecken Stammzellen aus dem Zellverband des Embryos herauslösten. Davon versprach er sich neue Erkenntnisse über die ersten Phasen des menschlichen Lebens. Inzwischen erhofft man sich von dem neuen Forschungsgebiet viel mehr, nämlich die Heilung von Krankheiten, denen die Medizin bislang hilflos gegenübersteht. Zerstörte oder geschädigte Zellen, womöglich sogar ganze Organe sollen bald einmal gezielt gezüchtet we ...