Man muss schon ein grosser Bewunderer des portugiesischen Romanciers José Saramago sein (der Schreibende zählt sich zu jenen) und ein vielleicht noch grösserer Liebhaber Portugals (auch dazu bekennt sich der Schreibende), um die Geduld aufzubringen, die vonnöten ist, will man dieses Buch zu Ende lesen.
In «Die portugiesische Reise» legt es der Autor insistent, gleichmässig freundlich und sanft ironisch darauf an, den Leser vom Hundertsten ins Tausendste zu führen. Wer sich von ihm mitziehen lässt, auf die Fahrt im alten Auto durch Portugals Provinzen, wird nichts Spektakuläres erleben: keine aussergewöhnlichen Begegnungen, keine bemerkenswerten Abenteuer. Altmodisches Reisen in ei ...