Die Stunde der Mahner hat geschlagen, auch in der Schweiz, wo in Sachen Islamismus bis vor kurzem das gutmenschelnde Beschwichtigen die populärste Denkfigur war. «Wir müssen die westlichen Werte verteidigen!», «Die Integrationsanstrengungen müssen endlich verstärkt werden!», «Ausländerpolitik darf nicht nur fördern, sondern auch fordern!» – der kategorische Appellativ quillt derzeit aus aller Munde, jeder Langweiler wird zum Aufrüttelungs-Virtuosen.
Das ist, auch wenn der neue Realismus zuweilen den zweifelhaften Charme des Konvertitentums verströmt, begrüssenswert: Tatsächlich gleicht unsere Toleranz einem potemkinschen Dorf, hinter dessen Fassaden sich Gleichgültigkeit, ...