Robert Kagan, Sie haben die politische Debatte in den letzten Jahren mit provokativen Thesen gewürzt wie kaum ein anderer. Demnächst kommt Ihr neustes Buch auf den Markt: «The Return of History and the End of Dreams». Mit welchen Träumen rechnen Sie ab?Mit den Träumen der neunziger Jahre: Das Ende des Kalten Kriegs hat nicht zum Durchbruch der liberalen Demokratie und zu einer Harmonie gleichgesinnter Staaten geführt. Man hoffte auf eine Zeit der ökonomischen Globalisierung, nicht der Geopolitik. Man sagte, der Handel und die Grösse der Ökonomie würden nunmehr zu zentralen Faktoren, nicht die Grösse des Militärs. Ausserdem sagte man dem Nationalstaat eine sinkende Bedeutung vora ...