Darum verlässt ein Mann seinen Vater und seine Mutter und hängt an seiner Frau, und sie werden ein Fleisch (Genesis 1, 24). Die Geschlechtlichkeit ist nach biblischer Auffassung für das Menschsein konstitutiv. Auch die Tiere vermehren sich weitgehend durch Sexualität. Die experimentellen Mischungen aus beiden Eltern erleichtern Anpassungen aller Art. Für die Menschen ist der Geschlechtstrieb zugleich ein Kulturgut. Schon der zitierte Satz lässt erkennen, dass es bei der Fortpflanzung auch um Liebe geht. Erotik, Liebe und Liebeskummer sind allgegenwärtig und bilden das häufigste Motiv kulturellen Schaffens. Folgerichtig sind sie in der Kultur sta ...