Denn die körperliche Ertüchtigung ist für weniges gut, die Frömmigkeit hingegen ist für alles gut (1. Timotheus 4,8). – Das erinnert an den Unterschied zwischen einer schlanken Sportlerin im Fitnessstudio und einem dickwanstigen Pfaffen am Altar. Dieses Klischee ist aber nicht das Thema, und das Adverb «hingegen» ist ohnehin zu stark. Besser wäre die Wendung «. . . während die Frömmigkeit für alles gut ist». Die Frömmigkeit heisst griechisch eusebeia, ist kein verklärter Augenaufschlag, sondern eine respektvolle Haltung gegenüber sich selbst, gegenüber den Mitmenschen und gegenüber Gott. Diese Haltung, so Paulus, ist für alles gut. Sie macht zum Leben tauglich, und ...