Das Schreiben von Peter V. vom 9. Juli 2018 aus dem Gefängnis Bostadel war an die Sterbehilfeorganisation Exit in Zürich gerichtet. Der 68-jährige Langzeithäftling verweist vorweg auf eine Reihe von «Altersbeschwerden» (Bluthochdruck, Cholesterin, Übergewicht etc.) und ein Lungenleiden (COPD). Doch das allein macht ihn noch lange nicht zum Todeskandidaten. Es geht um mehr: «Seit Jahren wird mir von sogenannten ‹namhaften› Forensikern, ob zu Recht oder aus Feigheit, eine schwere und nicht therapierbare psychische Störung diagnostiziert.» Der daraus resultierende «Verlust an Lebensqualität» habe fü ...