Es war die Stunde des Experten. Vor allem des Nahost-, Islam- und Militärexperten, aber auch des aussenpolitischen oder des humanitären Experten oder gar des eher exotischen Exemplars, wie des so genannten Uno-Experten, von dessen Existenz man bis anhin noch nie etwas gehört hatte. Es war Krieg, unser Bedürfnis nach Orientierung war gross, und die Experten gaben uns die Antworten. Sie führten uns durch die Wirrnisse im Irak, lächelten Sicherheit verstrahlend aus den Bildschirmen, analysierten unermüdlich in den Zeitungen und deuteten wortreich im Radio.
Unter den vielen Sachverständigen ragten zwei hervor: der altgediente deutsche Publizist und Nahost-Kenner Peter Scholl-Latour und d ...