Manchmal wird Sport Kunst. Das Gegenteil ist eher selten. Anders als im Sport ist in der Kunst mehr oftmals weniger. Was mühten sich Produzenten, superlativische Könner zur kollektiven Klimax von All-Star-Summits zu verkuppeln, nur um am Ende die Wahrheit von Schillers gestanztem Satz bestätigt zu finden: «Der Starke ist am mächtigsten allein.»
Im Jazz gab es mal eine Zeit, die Saurier-Epoche der dreissiger Jahre, da hatten sportive Treffen ihren Reiz. In nächtelangen Jamsessions bliesen sich speziell Tenorsaxofonisten um Kopf und Kragen, bis der letzten Rhythmusgruppe die Finger lahmten. Es gehörte zu jenem dampfenden virilen Vitalismus, der vor allem Coleman Hawkins’ Saxofon schw ...