Wenn entschlossene Ideologen den Gang der Geschichte beschleunigen wollen, heisst es, sich anzuschnallen, da die Fahrt ins Ungewisse zumeist holprig wird oder gar im Graben enden kann. Für amerikanische Neokonservative und ihre publizistischen Mitläufer, die den Krieg gegen Saddam Hussein wortmächtig bejahten, schlägt nun die Stunde der Wahrheit: Sie und ihre Prophezeiungen werden an den Ergebnissen und Zuständen im Irak gemessen. Und derzeit gibt es wenig Anlass zu Freude: Terroranschläge und Guerillakrieg, eine Kriminalitätswelle sowie die Flucht internationaler Hilfsorganisationen – verständlich also, wenn den Neokonservativen beim Blick auf den irakischen Zustand mulmig wird.
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