Er wollte besonders lustig sein. Als Autor Guy Krneta an den Solothurner Literaturtagen die NZZ als Gewinner des Schmähpreises «Bleierne Feder» ausrief, sagte er: «Ein Applaus an dieser Stelle wäre unpassend.»
Die Zeitung erhielt den Preis des Verbands Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) für seine «Verschlechterung der Kulturberichterstattung». Bloss: Das Gegenteil ist der Fall. Seit die Zeitung vor zwei Jahren René Scheu als Kulturchef eingesetzt hat, ist das Feuilleton aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Die Berichterstattung polarisiert, ärgert, regt zum Denken an. Genau das, was ein gutes Feuilleton ...