Wir leben in der Möglichkeitswelt. Traditionelle Selbstverständlichkeiten wie «Mann»/«Frau» und «Familie» sind keine festen Bestände mehr, sondern Baustellen und Experimentierfelder – real, begrifflich, rechtlich. Wer das Drama der bürgerlichen Kleinfamilie auch nur flüchtig kennt, vergiesst über die Verflüssigung keine Träne, sieht mit heiterer Neugier auf die Patchworkfamilien mit ihrem Durcheinander von lebenspraktischen und erotischen Verbindungen. Niemand ausser dem Vatikan spricht in modernen Gesellschaften anderen die Wahl ihrer Lebensformen ab. Sie werden täglich neu geschaffen und verschwinden oft ebenso schnell wie die wechselnden Moden in Kaufhäusern.
In diese L ...