Vor einigen Jahren ergab sich am Rande einer Redaktionskonferenz in Deutschland eine interessante Diskussion. Das Thema des Tages war die drohende Überalterung der Gesellschaft. Mit Sorge wurde über die nachlassenden Geburtenraten diskutiert. Die Wortführer der Redaktion waren sich einig: Die «staatlichen Infrastrukturen» seien ungenügend, die deutsche Gesellschaft insgesamt sei «kinderfeindlich», und es müsse endlich wirksam gegengesteuert werden. Der Einwand eines Anwesenden, die Diagnose sei absurd, weil Deutschland noch nie «kinderfreundlicher» gewesen sei, auf jeden Fall unendlich weniger «kinderfeindlich» als zu Zeiten von Reichskanzler Otto von Bismarck Ende des 19.� ...