Die spannendsten Geschichten ereignen sich an der Grenze. Die zwischen den Provinzen Trentino und Südtirol bemerkt zwar keiner, der von Süden Richtung Brenner unterwegs ist. Sie war aber lange ein Schmerzpunkt italienischer Geschichte und interkultureller Kämpfe, letztlich Folgen des zusammengebrochenen kakanischen Kaiserreichs. Doch lassen wir das. Elisabetta Foradori in Mezzolombardo bewirtschaftet heute ein paar Kilometer südlich der Sprachgrenze an der legendären Salurner Klause 24 Hektaren auseinanderliegender Rebberge. Auf den Böden des Campo Rotaliano experimentierte sie lange. Sie ist so etwas wie die heilige Johanna des Teroldego. Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters 1984 ju ...