Plötzlich herrscht Nachdenklichkeit. NZZ-Redaktor Christoph Wehrli galt bislang als Strenggläubiger einer Ausländerpolitik gemäss Kirchengesangbuch: «Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.» Auf einmal tönt er anders: «Das Ausmass der Zuwanderung kann auch in Kreisen, die nicht als fremdenfeindlich gelten, ein Unbehagen wecken.» Der Ökonom Reiner Eichenberger urteilt: «Die Einkommen in der Schweiz sinken wegen der Personenfreizügigkeit.» Und Integrationsministerin Simonetta Sommaruga stellt die überraschende Frage: «Müssen wir irgendwann ‹Stopp!› sagen?»
Gegen hunderttausend Menschen drängen jährlich neu in unser Land. Das wären zusätzliche zwei Millionen in den n� ...