Die EU ist ein seltsames Gebilde. Sie entstand auf dem Trümmerhaufen zweier Weltkriege. Sie war das Stützkorsett, mit dem die geschundenen, von Krieg und fanatischen Ideologien zerschlissenen Nationen wieder laufen lernten. Am Anfang sprach de Gaulle von einem Europa der Vaterländer. Später sollte sich der Staatenbund zum Bundesstaat entwickeln mit einer eigenen Währung, einer eigenen Flagge und einer eigenen Verfassung.
Die Superstaatswerdung scheiterte an den Ambitionen ihrer Verfechter, die nicht wussten, was sie wollten. In dem Mass, wie die EU ihre Aussengrenzen verschob, verwässerte sich ihr politisches Mandat. So ist es im Kern bis heute dabei geblieben: Die EU ist für die Fra ...