Der Pomp passte zu Wien, der zur Theaterkulisse degradierten Hauptstadt eines verblichenen Grossreiches. Im Palais Niederösterreich fanden sich die Granden der Europäischen Union (EU) ein, der Präsident und der Vizepräsident der Kommission, der Präsident des Europäischen Parlaments sowie die deutsche Justizministerin als Vertreterin der Ratspräsidentschaft. Gastgeber Österreich repräsentierte mit Kanzler Alfred Gusenbauer, flankiert von der Aussenministerin. Sie alle kamen, um die neue Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zu feiern. Eigentlich war der Anlass bescheiden: Es wurde lediglich die bisherige Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlic ...