Es stimmt ja: Die Österreicher haben's besser, weil's ihrem Weinbau vor Zeiten besonders dreckig ging. Seit dem GAU in den Tiefen der Achtziger ist die Geschichte des österreichischen Weins eine Erfolgsgeschichte. Hinter der stecken, verglichen mit dem aschenbrödelhaften Zustand der Schweizer Exporte, auch ein paar handfest quantitative Gründe. Eine Anbaufläche von 52 000 Hektaren ist etwas anderes als eine von 15 000, und wenn einem dann noch Bodenpreise, Lohnstruktur, Anbaulagen Preise diktieren, bei denen man nur im Höchstsegment vor die Kundschaft zu treten wagt, ist rasch erklärt, weshalb sich Schweizer Selbstkelterer «wie die letzten Exoten vorkommen», wenn sie mal aus Anlass ...